Zwangsstörungen Zwangsstörungen

Was sind Zwangsstörungen?

Wesentliche Kennzeichen von Zwangsstörungen sind wiederkehrende Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen.

Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die den Betroffenen immer wieder stereotyp beschäftigen. Die Inhalte sind oft irrational, die Gedanken sind quälend, der Betroffene versucht häufig erfolglos, Widerstand zu leisten. Die Gedanken werden als zur eigenen Person gehörig erlebt, selbst wenn sie als unwillkürlich und häufig abstoßend empfunden werden.

Zwangshandlungen oder -rituale sind Stereotypien, die ständig wiederholt werden. Sie haben ihren ursprünglichen Sinn verloren (z.B. Händewaschen) und helfen Betroffenen, Spannung abzubauen. Dabei werden die Zwangshandlungen nicht mehr als angenehm empfunden, auch dienen sie nicht mehr dazu, an sich nützliche Aufgaben zu erfüllen. Es handelt sich um irrational anmutende Handlungen um ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis zu vermeiden, was Schaden bringen oder Unheil anrichten könnte. Der Betroffene erkennt den übertriebenen oder gar sinnlosen Charakter der Zwangshandlung selbst und versucht auch dagegen anzugehen. Die Unterdrückung von Zwangshandlungen führt jedoch zu noch mehr Anspannung und Angst, die erst nachlässt, wenn die Zwangshandlung erneut ausgeführt wurde.

patient André P.
Trier
"Dank der Klinik Friedenweiler habe ich es geschafft, meine jahrelange Zwangsstörung hinter mir zu lassen. Vielen Dank für die großartige Behandlung!"

Behandlung in der Klinik Friedenweiler

Bei vielen Patienten mit Zwangsstörungen dauert es Jahre, bis sie eine adäquate Behandlung erfahren. Der Goldstandard der Behandlung von Zwangserkrankungen ist die Psychotherapie, die ggf. durch Medikamente unterstützt werden kann. Diese Psychotherapie muss störungsspezifisch, das heißt speziell auf die Zwangserkrankung ausgerichtet sein, da sie sich inhaltlich deutlich von der Behandlung einer Depression oder ähnlichen Krankheiten unterscheidet. Eine entsprechende Expertise des Therapeuten ist deshalb unbedingt erforderlich.

Aus diesem Grund werden Zwangsstörungen in der Klinik Friedenweiler mittels einer optimalen Kombination aus störungsspezifischen, psychoedukativen und komplementären Therapieverfahren behandelt. Im Verlauf der Behandlung können Patienten so ein individuelles Krankheitsbild erarbeiten und die Ursachen der belastenden Symptomatik verstehen. Durch die Kombination aus einem tiefergehenden Verständnis, dem intensiven Austausch mit anderen Betroffenen in störungsspezifischen Gruppenangeboten und dem Erarbeiten und der Anwendung alternativer Handlungsstrategien, erfolgt eine deutliche Reduktion der Zwangssymptomatik sowie ein erheblicher Gewinn von Autonomie im Alltag.

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Therapieform bei Zwangsstörungen

In der Klinik Friedenweiler werden modernste Techniken und Methoden zur Therapie von Zwangsstörungen angewendet. Hierbei werden störungsspezifische, also speziell auf die Zwangsstörung ausgerichtete Therapien mit anderen Behandlungsverfahren kombiniert, um einen ganzheitlichen Behandlungsansatz zu garantieren.

  • Intensive, individuelle und störungsspezifische Psychotherapie im Einzel- (2-4/Woche) und Gruppensetting (4-8/Woche):
    • Intensive und störungsspezifische Einzelpsychotherapie bei Zwangsstörungen
    • EMDR bei Zwangsstörungen (Indikationsausweitung)
    • Störungsspezifische Gruppenpsychotherapie („Zwangsgruppe“)
    • Lösungs- und prozessorientierte Gruppenpsychotherapie
  • Internistische und psychosomatische Untersuchungen und Mitbehandlungen durch hausinterne Fachärzte

Diagnose bei Zwangsstörung

Die Diagnose einer Zwangsstörung kann getroffen werden, wenn die Symptome an den meisten Tagen über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen bestehen (bei den allermeisten Patienten, die sich mit Zwangsstörungen ärztlich vorstellen, bestehen die Symptome seit Jahren).

Die Zwangssymptome werden zwar als zur eigenen Person gehörig erlebt. Die Ausübung und Wiederholung werden jedoch als unangenehm empfunden, der Versuch Widerstand zu leisten gelingt nicht und die Ausführung von Zwangsgedanken oder –handlungen führt zwar zu einer kurzzeitigen Reduktion von Anspannung, ist aber selbst nicht angenehm oder befriedigend. Der wachsende Zeitaufwand für die Zwangssymptome führt zu zunehmender Einschränkung der individuellen Leistungsfähigkeit und Autonomie.

Auswirkungen von Zwangsstörungen

Die Auswirkungen der Zwangsstörungen gehen häufig mit einer deutlichen Einschränkung der Alltagsgestaltung im privaten und beruflichen Bereich einher und führen zur Reduktion der individuellen Leistungsfähigkeit. Außerdem führen sie häufig zu Konflikten und Schwierigkeiten mit dem persönlichen Umfeld, da dieses in aller Regel mit betroffen ist. Nicht selten wird das Umfeld in Zwänge eingespannt, sodass es zu einer deutlichen Änderung in Beziehungsqualitäten kommen kann.  Eine Behandlung erfolgt häufig erst spät, da die Inhalte von Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen häufig schambesetzt sind. Angehörige werden ebenfalls oft in Zwangssysteme eingebunden und müssen diese dann mittragen.

Weitere Formen der Zwangsstörung

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