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Substanzeninduzierte Psychosen

Erhalten Sie hier einen Überblick über die Symptome, Behandlung und Therapiemöglichkeiten in der Klinik Friedenweiler von substanzeninduzierten Psychosen.

Substanzeninduzierte Psychosen sind dadurch definiert, dass sie einen klar abgrenzbaren Auslöser, hier die Einnahme einer bestimmten Substanz, haben. Dies können Drogen wie Cannabinoide, Amphetamine, Kokain, MDMA, Halluzinogene und andere sein. Es können jedoch auch ärztlich verschriebene Medikamente wie zum Beispiel Interferone, Antibiotika oder Parkinsonmedikamente sein. Nicht immer lassen sich die Kausalitäten sofort sicher erkennen.

Menschen mit Psychosen konsumieren häufig Cannabinoide (aus dem subjektiven Empfinden es helfe ihnen). Diese verstärken jedoch psychotische Symptome und sind deshalb für den Verlauf der Erkrankung ungünstig. Aus dem gleichzeitigen Vorliegen einer Psychose und vorangegangenen Cannabiskonsum kann sich somit noch keine drogeninduzierte Psychose ableiten lassen.

Die meisten substanzinduzierten Psychosen bessern sich rasch, wenn die auslösende Noxe (Drogen, Medikament) abgesetzt und Karenz eingehalten wird. Wenn die psychotischen Symptome anhalten, sollte eine entsprechende Behandlung begonnen werden. Die Art und Ausprägung der Psychose kann hierbei sehr unterschiedlich sein.

Behandlung in der Klinik Friedenweiler

Bei substanzinduzierten Psychosen sollte der Auslöser möglichst rasch abgesetzt werden und auf Karenz geachtet werden. Bei Drogenkonsum muss deshalb geprüft werden, ob eine Abhängigkeitserkrankung vorliegt, und diese ggf. mit behandelt werden muss.

Wenn es sich bei der auslösenden Substanz um Medikamente handelt, muss mit den entsprechenden Kollegen ein Absetzen besprochen oder eine Alternative gefunden werden. Handelt es sich bei der Psychose um eine eigenständige Erkrankung, die auch unabhängig von dem Drogenkonsum besteht, ist es umso wichtiger, mit dem Betroffenen die Erfordernis einer Drogenkarenz zu erarbeiten, da Menschen mit Psychosen weitaus negativere Reaktionen, beispielsweise auf Cannabinoide, zeigen.

Medikamente werden bei substanzinduzierten Psychosen vor allem bei verzögerten Verläufen eingesetzt. Die medikamentöse Behandlung sollte stets durch eine entsprechende störungsspezifische Psychotherapie bei Psychosen und Psychoedukation sowie ggf. eine suchttherapeutische Behandlung vervollständigt werden. Ergänzend hinzu kommen in der Klink Friedenweiler körpertherapeutische, kreative sowie Entspannungsverfahren.

Lassen Sie sich von unserem Fachpersonal persönlich beraten, fordern Sie Infomaterial an oder senden Sie uns sonstige Anliegen.

Therapieformen bei substanzinduzierten Psychosen

Je nach Ausprägung können Medikamente eingesetzt werden, oft sind in der Akutphase vor allem Sedativa zur Verringerung von Angstzuständen und zur Schlafverbesserung hilfreich. Im Weiteren ist die Gesprächstherapie im Einzelsetting wichtig, um eine etwaige Abhängigkeit oder einen Suchtmittelmissbrauch abzugrenzen. Dann kann gemeinsam mit dem Patienten ein individuelles Störungsmodell entwickelt, sowie Strategien für die Stabilisierung aber auch den langfristen Schutz erarbeiten werden.

  • Internistische und psychosomatische Untersuchungen und Mitbehandlungen durch hausinterne Fachärzte
  • suchttherapeutische Mitbetreuung
  • Unterbringung in ruhiger und reizarmer Umgebung
  • Intensive, individuelle und störungsspezifische Psychotherapie im Einzel- (2-4/Woche) und Gruppensetting (4-8/Woche)
  • ausführliche medikamentöse Beratung in Bezug auf die etwaige Gabe von Antipsychotika und Sedativa
  • Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson & gelenkte Imagination, Atemkörpertherapie und Yoga (bei ausreichender Stabilität)
  • Akupunktur
  • Achtsamkeitstraining & Naturachtsamkeitstraining
  • Therapeutisches Bogenschießen und therapeutisches Boxen (bei ausreichender Stabilität)
  • Kreativ- und Kunsttherapie
  • Musiktherapie
  • Pflegerische Unterstützung zur Wiedererlangung von Tagesstruktur und Autonomie
  • Angehörigengespräche und systemische Beratung

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