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Andere spezifische
Phobien

Erhalten Sie hier einen Überblick über die Symptome, Behandlung und Therapiemöglichkeiten in der Klinik Friedenweiler anderer spezifischer Phobien.

Neben der sozialen Phobie, der Agoraphobie und der Dysmorphophobie gibt es eine Vielzahl weiterer spezifischer Phobien.

Phobische Ängste sind immer auf eine besondere Situation oder ein spezifisches Objekt gerichtet. Der Krankheitswert mancher Phobie ist fraglich. Entscheidend bei Phobien ist, ob aus der Angst Beeinträchtigungen im Alltag entstehen oder Vermeidungsverhalten folgt. Beispielsweise ist die Angst vor Spritzen in der Bevölkerung recht verbreitet. Wer selten Blut entnommen bekommt, erfährt kaum Nachteile. Bei einem insulinpflichtigen Diabetiker mit der Erfordernis regelmäßiger Insulingaben bekommt die Spritzenphobie plötzlich eine große Bedeutung und gefährdet die Diabetesbehandlung. Entscheidend ist auch die Ausprägung. Die meisten Menschen haben zumindest Respekt vor Spinnen und würden diese beispielsweise nicht mit der bloßen Hand anfassen. Wer jedoch Räume nicht mehr betreten kann, aus Angst es könnte eventuell eine Spinne im Raum sein, leidet unter irrationalen Ängsten, die ihn in der Autonomie und Lebensqualität einschränken.

Phobische Ängste werden von körperlichen Symptomen, wie beispielsweise Herzrasen, Schweißausbrüchen, Erröten, Zittern oder Ohnmachtsgefühlen begleitet. Diese vegetativen Symptome werden wiederum wahrgenommen und verstärken die Ängste. Durch das negative Erlebnis werden die Phobiker in ihrer Lebensqualität und Handlungsfreiheit eingeschränkt und vermeiden in der Folge alle Situationen, in denen die angstbesetzte Situation oder der Gegenstand auftreten könnte. Die Konsequenz ist Vermeidungsverhalten und sozialer Rückzug.

Zu den spezifischen Phobien zählen Ängste vor spezifischen Objekten oder besonderen Situationen. Im Grunde genommen können Menschen bezüglich jeder Situation und jedes Objektes eine Phobie entwickeln.

Klaustrophobie

Menschen mit einer Klaustrophobie haben Angst vor engen oder geschlossenen Räumen. Beispiele dafür sind Aufzüge, überfüllte Bahnen, Flugzeuge, aber auch Umkleiden, Kellerräume oder kleine Zimmer. Die Betroffenen fühlen sich eingesperrt, haben das Gefühl nicht entfliehen zu können oder zu ersticken. Oft wird ein Vermeidungsverhalten entwickelt und alles dafür getan, dass diese Situationen umgangen werden. Ein Beispiel für dieses Vermeidungsverhalten wäre es, in einem Hochhaus lieber die Treppe anstelle des Aufzuges zu nehmen, oder auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu verzichten.

Akrophobie

Akrophobie – umgangssprachlich auch Höhenangst genannt – ist eine überdurchschnittlich große und anhaltende Angst vor der Höhe bzw. dem Blick in die Tiefe. Ein gewisses Maß an Respekt vor der Höhe ist uns angeboren und stellt auch einen Schutzmechanismus dar. Bei Menschen mit einer Akrophobie ist diese Angst stärker ausgeprägt. Sie haben beim Blick in die Tiefe Angst die Kontrolle zu verlieren und zu stürzen. Das Betreten von Hochhäusern, Brücken oder Aussichtstürmen wird zum Problem. Hierbei gibt es graduelle Unterschiede von bloßem Unbehagen bis zur Unfähigkeit, sich frei zu bewegen.

Aviophobie

Obwohl das Fliegen eines der sichersten Verkehrsmittel ist, ist die sogenannte Aviophobie beziehungsweise die Flugangst sehr weit verbreitet. Häufig kann sogar der bloße Gedanke an eine bevorstehende Flugreise Panik auslösen und die Angst vor einem möglichen Flugzeugabsturz hervorrufen. Die Aviophobie geht meist mit der Angst, die Kontrolle abgeben zu müssen, einher. Einige Fluggesellschaften bieten Kurse für Betroffene einer Flugangst an, jedoch werden diese von den Krankenkassen meist nicht erstattet.

Arachnophobie

Mit der Arachnophobie wird die Angst des Menschen vor Spinnen bezeichnet. Diese Angst hatte entwicklungsgeschichtlich zwar eine gewisse Berechtigung, jedoch sind wir Menschen im heutigen Alltag keiner realen Gefahr durch Spinnen ausgesetzt.

Betroffene einer Arachnophobie haben zum Teil so große Angst, dass sie ihren Bewegungsradius stark einschränken und unter anderem Räume wegen der möglichen Existenz einer Spinne meiden.

Dentophobie

Unter einer Dentophobie wird die Angst vor einer Zahnbehandlung verstanden. Betroffene haben überdurchschnittlich große Angst vor einen Zahnarztbesuch und den möglichen Schmerzen, Spritzen und Bohren. Die Folge ist häufig ein Vermeidungsverhalten, mit dem die Betroffenen jeglichen Zahnarztbesuch vermeiden und somit den eigenen Zahnstatus und teilweise die eigene körperliche Gesundheit gefährden. Begeben sie sich trotz ihrer Angst in zahnärztliche Behandlung, reagieren sie häufig vegetativ, also beispielsweise mit Herzrasen, Schwitzen oder Übelkeit.

Emetophobie

Unter einer Emetophobie versteht man die ständige Angst vor dem Erbrechen. So fürchten sich Betroffene davor, allein oder in Anwesenheit anderer Personen, sich übergeben zu müssen. Die Steigerung dieser Angst ist es, miterleben zu müssen, wie sich andere Personen übergeben. Grundsätzlich können die emetophobischen Ängste auch mit anderen Ängsten, wie beispielsweise der Sozialphobie oder der Agoraphobie einhergehen. Das Zusammenspiel von vegetativen Symptomen der Angst kann die emetophobischen Ängste deutlich verschlimmern.

Behandlung in der Klinik Friedenweiler

Prinzipiell sollten Phobien primär psychotherapeutisch behandelt werden. Medikamente werden nur selten eingesetzt, zum Beispiel wenn sekundär eine Depression entstanden ist. Beruhigungsmittel sollten vermieden werden.

Bei der Wahl der psychotherapeutischen Behandlung ist insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) wirksam. In der KVT wird unter therapeutischer Begleitung erarbeitet, wie die Ängste entstanden sind und wie sie aufrechterhalten werden. Meist lassen sich bei spezifischen Phobien Schlüsselsituationen finden und bearbeiten. Dysfunktionale Denkmuster werden analysiert und alternative Denk- und später auch Verhaltensmuster erarbeitet.

Die meisten spezifischen Therapien bedürfen keiner stationären Behandlung, sondern können im ambulanten Setting behandelt werden. Eine teilstationäre oder vollstationäre Therapie ist dann erforderlich, wenn das Ausmaß der Beschwerden derart übernimmt, dass die Umsetzung der ambulanten Behandlung erschwert ist oder wenn sekundär weitere Erkrankungen wie zum Beispiel eine Depression oder eine Abhängigkeitserkrankung hinzugekommen sind.

Therapien bei spezifischen Phobien

Die effiziente Behandlung von spezifischen Phobien erfolgt in den meisten Fällen verhaltenstherapeutisch, da sich hier rasch und zuverlässig therapeutische Erfolge erzielen lassen. Ein zentraler Punkt der Therapie ist die Exposition mit den aversiven Reizen. Hier erfolgt die Konfrontation mit den Angstreizen, die gesteigert wird und zunächst in sensu (in Gedanken) und nachfolgend wenn möglich in vivo (in der Realität) durchgeführt wird.

Mittels begleitender kognitiver Therapiemethoden (KVT) kann der Patient seine dysfunktionalen und irrationalen Einschätzungen der angstauslösenden Situationen lernen und schrittweise durch alternative Denk- und Verhaltensmuster ersetzen.

Neben der intensiven Psychotherapie im Einzelsetting wird unterstützend eine Vielzahl moderner und wissenschaftlich gesicherter Behandlungen eingesetzt:

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