Hyperkinetische Störungen im Erwachsenenalter

Hyperkinetische Störungen im Erwachsenenalter Hyperkinetische Störungen im Erwachsenenalter

Hyperkinetische Störungen im Erwachsenenalter

Das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) wird in erster Linie mit Kindern in Verbindung gebracht. Die Symptome können sich jedoch auch über die Kindheit hinaus ins Erwachsenenalter fortsetzen. Dann spricht man von einem adulten ADHS oder auch ADHS im Erwachsenenalter.

Typischerweise äußert sich das Syndrom durch Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeit bzw. Konzentration sowie durch Impulsivität und Hyperaktivität. Wenn keine Hyperaktivität vorliegt, spricht man von einem reinen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS).

Die Erkrankung schränkt die Betroffenen erheblich in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung und Entwicklung ein, da sie Schwierigkeiten haben, sich konstant auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Aber auch soziale Beziehungen können als Folge von ADHS/ADS beeinträchtigt werden.

patient Robert D.
Ingolstadt
"Die Behandlung hat mir geholfen, mein ADHS langfristig in den Griff zu bekommen. Eine Therapie in der Klinik Friedenweiler ist in jedem Fall zu empfehlen."

Behandlung in der Klinik Friedenweiler

Eine erfolgreiche Therapie von ADHS sollte unbedingt über die medikamentöse Behandlung hinausgehen. Bedürfnisse und Lebensumstände variieren von Mensch zu Mensch, weshalb die therapeutischen Schritte und Ziele individuell abgestimmt werden müssen. In der individuellen und störungsspezifischen Psychotherapie der Klinik Friedenweiler werden deshalb Wege erarbeitet, wie mit Impulsen umgegangen werden kann und wie diese besser gesteuert oder auch umgelenkt werden können.

Die Grundpfeiler der Behandlung kommen aus der Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie und fernöstlichen Traditionen wie der Achtsamkeit. Das Achtsamkeitstraining ist eine der effektivsten Therapien des ADHS. Hier wird eine selbstbeobachtende Perspektive auf sich selbst erlernt, um die eigene emotionale Befindlichkeit, Wahrnehmungen und Körperreaktionen genauer wahrzunehmen. Außerdem erweisen sich Übungen zur Impulskontrolle und Gefühlsregulation als hilfreich. Fokussierbarkeit und Aufmerksamkeit, der eigene Antrieb und Energien können besser kanalisiert und sinnvoller eingesetzt werden.

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Therapieform bei ADHS/ADS

Bei der Behandlung eines ADHS bedarf es einerseits spezifischer psychotherapeutischer Behandlungen, und andererseits einer genauen Abstimmung auf die Bedürfnisse des Patienten. Dazu können folgende Elemente beitragen:

Therapien

  • Einzelgesprächstherapie (zur Identifikation von aktuellen Stressoren und Erarbeitung von alternativen Bewältigungsmöglichkeiten)
  • Achtsamkeitstraining (zur Förderung einer Beobachterperspektive und bewussteren Entscheidungen)
  • Gruppenpsychotherapie (zur Förderung von sozialen Kompetenzen)
  • Körpertherapie (um den eigenen Körper besser zu kennen und ihre Bedürfnisse besser zu spüren)
  • Therapeutisches Bogenschießen (zur Förderung der Konzentration)
  • Kreativtherapie (zur Entdeckung von Wünschen, Bedürfnissen, Belastungen und einer kreativen Lösungssuche)
  • Entspannungstechniken (um dem Körper neben innerer Unruhe auch Entspannung zu gönnen)
  • Akupunktur (verschiedene Wirkungen, unter anderem zur Entspannung)

Anzeichen & Symptome von ADHS/ADS

Die Symptome von ADS/ADHS beginnen im Kindesalter. Betroffene Kinder werden oft als zappelig und unruhig beschrieben, neigen zu Impulsivität und Gefühlsausbrüchen sowie einer Neigung zu riskantem Verhalten. Es bestehen anhaltende Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit auf bestimmte Aufgaben zu richten und zu halten. Es besteht eine Neigung zu innerer oder auch äußerlich sichtbarer Unruhe, wie z.B. ständiger Bewegung der Hände, Wippen mit Füßen und Beinen (Hyperaktivität).

Mangelnde Impulskontrolle und Unterschätzung von Risiken, z.B. beim Sport, steigern das Verletzungsrisiko. Es kann mitunter zu explosivem Verhalten oder Wutausbrüchen kommen (Impulsivität), welche die sozialen Kontakte erschweren. Regelmäßig kommt es zu Schwierigkeiten im schulischen und beruflichen Umfeld.

Diagnose bei hyperkinetischen Störungen

Die Diagnose wird auf Grundlage einer strukturierten Exploration des Betroffenen und ggf. Bezugspersonen gestellt. Hierbei wird der Fokus auf die aktuelle ADHS-Symptomatik (also Art, Häufigkeit und Intensität der Symptome) in verschieden Lebensbereichen (Familie, Beruf, Freizeit) gelegt. Außerdem sind daraus entstehende Einschränkungen im Leben zu betrachten (z.B. in Beziehungen oder der Leistungsfähigkeit).

Eine ausführliche Anamnese, in der auch die Rahmenbedingungen der Entwicklung des Patienten berücksichtigt werden, soll Belastungen sowie Ressourcen bzw. Wünsche und Bedürfnisse des Patienten miteinbeziehen. Die Anamnese des Betroffenen wird durch eine Fremdanamnese, also eine Befragung von nahen Bezugspersonen (optimalerweise der Eltern) vervollständigt, um die Entwicklung im Kindes- und Jugendalter einbeziehen zu können.

Auswirkungen von hyperkinetischen Störungen

Für das Umfeld der Betroffenen bedeutet ein AD(H)S eine deutliche Belastung. Aufgaben werden oft nicht beendet, Vereinbarungen nicht eingehalten. Aufgrund des impulsiven Verhaltens haben Betroffene oft Schwierigkeiten im Kontakt zu anderen Menschen.

Rasche Stimmungswechsel zwischen Niedergeschlagenheit und Euphorie erschweren verlässliche soziale Bindungen. Auch bei geringen Anlässen kommt es aufgrund fehlender Impulskontrolle zu Wutausbrüchen und aggressivem Verhalten. Häufig kommt es zu Auseinandersetzungen und Problemen mit Autoritäten.

Betroffene fühlen sich ausgeschlossen, ziehen sich mit gedrückter Stimmung, Wut und Aggression zurück. Schulische und berufliche Leistungen bleiben hinter den intellektuellen Möglichkeiten weit zurück.

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