Yoga in der Psychotherapie | Klinik Friedenweiler
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02Aug

Yoga in der Psychotherapie

Blog  
Yoga in der Psychotherapie

1. Eine integrative Methode der Psychotherapie

In der Psychotherapie gilt es, für Menschen mit psychischen Erkrankungen die jeweils individuell passende Behandlung zu finden, um die Ressourcen des Einzelnen entdecken und ideal nutzen zu können. Durch Yoga werden schulmedizinische mit komplementärmedizinischen Elementen verbunden. Als integrative Behandlungsmethode in der Psychologie kann es zum Genesungsprozess des Patienten beitragen.

In seinem Ursprung ist Yoga eine alte indische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen beinhaltet. Im Hinduismus versteht man unter „Yoga“ den Weg zur Selbsterkenntnis. Bei meditativen Formen von Yoga steht die geistige Konzentration im Vordergrund, während sich andere Formen vor allem auf körperliche Aspekte wie Fitness oder Atemübungen konzentrieren.

 

2. Tugenden als Weg zu mentaler Ausgeglichenheit

Im Hinblick auf Yoga als psychotherapeutische Maßnahme sind vor allem die sogenannten „Tugenden“ von Bedeutung. Beim traditionellen indischen Yoga gibt es einen langen Katalog solcher Tugenden, die hohe moralische Werte wie beispielsweise Mut und Großzügigkeit beinhalten. Für die Behandlung von psychischen Leiden ist besonders die Tugend der „Ernsthaftigkeit“ von Belang. Sie setzt voraus, dass alle Übungen konzentriert und mit innerer Überzeugung praktiziert werden, sodass sie eine Haltung der Sinnhaftigkeit und Bedeutsamkeit ausdrücken. Auch die „Furchtlosigkeit“ kann in diesem Zusammenhang behilflich sein, innere Ängste und Unsicherheiten zu überwinden, welche den Patienten meist auf erhebliche Weise in der Qualität des alltäglichen Lebens beeinflussen. Die Tugend der „Beharrlichkeit“ ist wichtig, um jede Übung durch andauernde Wiederholung perfektionieren zu können. Die richtige Praktizierung erfordert ein starkes Durchhaltevermögen, um auch bei Rückschlägen nicht nachzulassen, denn nur so können nachhaltig Fortschritte erzielt werden.

 

3. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung

Bei dieser Behandlungsweise ist es – ebenso wie bei anderen in der Psychotherapie verwendeten Maßnahmen – unerlässlich, Vertrauen zu sich selbst sowie zu anderen Teilnehmern zu haben. Die Tugend des „Vertrauens“ ist von großer Bedeutung, um den eigenen Übungsstand wahrhaftig betrachten zu können. Diese „Wahrhaftigkeit“ kann leichter entwickelt werden, wenn man von einer Person angeleitet wird, die dem Patienten Wertschätzung entgegenbringt und dies auch umgekehrt der Fall ist. Der zwischenmenschliche Umgang und Kontakt der Teilnehmer untereinander ist demnach besonders relevant, um das therapeutische Bündnis zu stärken und die sozialen Kompetenzen verbessern zu können.

Damit der Patient die Yogatherapie als positive Erfahrung verstehen kann, ist es notwendig, dass alle Körperübungen individuell angepasst und ohne Leistungsdruck angeleitet und praktiziert werden.

 

4. Yoga als unterstützende Therapie

Die Behandlung eignet sich sowohl für Fortgeschrittene, als auch für Yoga-Anfänger sehr gut, da es eine Vielzahl an Übungen gibt, die je nach individuellem Trainingsstand und persönlichen Vorlieben variiert werden können. Nach den Übungen hilft bewusste Entspannung und Meditation dabei, die Auswirkungen auf Geist und Körper wahrnehmen zu können. Die Förderung der beschriebenen Tugenden kann unterstützend auf den therapeutischen Prozess wirken, durch den Menschen mit psychischen Erkrankungen wieder Selbstwirksamkeit und Selbstwerterhöhung erleben können. Geduld, die für den Erfolg von therapeutischen Prozessen aufgebracht werden muss, kann durch Yoga trainiert werden. Auch ist es hilfreich, um das seelische sowie körperliche Gleichgewicht zu finden und sich Versagensängsten oder Schuldgefühlen zu stellen. Durch mentale Konzentration können diese als Schwierigkeiten angenommen und wertungsfrei betrachtet werden, was im Folgenden die Bearbeitung des Problems und dessen Heilung ermöglicht.

Es lässt sich also festhalten, dass die Praxis des Yoga durch ihren integrativen Behandlungsansatz die psychotherapeutische Behandlung bereichern und somit das Leben des Patienten auf längere Sicht qualitativ verbessern kann.

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