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Ab wann ist man Alkoholiker?

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Alkohol ist nach Nikotin das am häufigsten konsumierte Suchtmittel in Deutschland. Trinken ist gesellschaftlich weit verbreitet und bei vielen Anlässen selbstverständlich. Doch wo endet der „normale“ Konsum – und ab wann spricht man von Alkoholabhängigkeit?

Was gilt noch als normaler Alkoholkonsum – und ab wann ist man Alkoholiker?

Viele Menschen fragen sich, ob ihr Konsum noch unbedenklich ist. Eine klare Grenze gibt es nicht – vielmehr verläuft der Übergang zwischen „normalem“ Trinken und süchtigem Konsum fließend.

Warnsignale sind:

  • Alkohol wird nicht mehr nur aus Genuss getrunken, sondern um Probleme zu verdrängen.

  • Der Konsum dient der Stimmungsregulation („Ich trinke, um ruhiger zu werden“).

  • Die Menge und Häufigkeit steigen kontinuierlich.

Heute gilt: Alkoholabhängigkeit ist eine Erkrankung und keine Frage von Willensschwäche.

Sie haben das Gefühl an einer Alkoholsucht zu leiden? – Kontaktieren Sie uns und wir helfen Ihnen weiter!

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Wie lässt sich Alkoholsucht definieren? – Kriterien nach ICD-10

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt in der ICD-10 sechs Kriterien für eine Alkoholabhängigkeit. Liegen innerhalb von 12 Monaten mindestens drei davon vor, spricht man von Sucht.

Die sechs Kriterien sind:

  1. Craving – starkes Verlangen, Alkohol zu trinken

  2. Kontrollverlust – keine Kontrolle über Beginn oder Menge

  3. Toleranzentwicklung – steigender Konsum für gleiche Wirkung

  4. Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Trinkens

  5. Anhaltender Konsum trotz schädlicher Folgen

  6. Körperliche Entzugssymptome bei Reduzierung oder Abstinenz

Soziale Folgen einer Alkoholsucht

Alkoholsucht wirkt sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf das soziale Leben aus:

  • Heimliches Trinken und Rückzug aus sozialen Aktivitäten

  • Konflikte in Partnerschaften, Trennung oder Scheidung

  • Verlust des Arbeitsplatzes und finanzielle Probleme

  • Im Extremfall: soziale Isolation und Obdachlosigkeit

Was sind die körperlichen Folgen von Alkoholsucht?

Die körperlichen Risiken sind erheblich. Besonders gefährlich sind Entzugserscheinungen, wenn die Abhängigkeit bereits fortgeschritten ist.

Mögliche Folgen sind:

  • Lebererkrankungen bis hin zur Leberzirrhose

  • Nerven- und Hirnschäden

  • Herz-Kreislauf-Belastungen

  • Epileptische Anfälle oder Delirium tremens beim Entzug (lebensbedrohlich)

Deshalb sollte ein medizinisch überwachter Entzug immer in einer spezialisierten Klinik stattfinden.

Ab wann sollte man sich bei Alkoholismus professionelle Hilfe suchen?

Auch wenn nicht alle Kriterien erfüllt sind, kann ein problematischer Alkoholkonsum vorliegen. Bereits bei ersten Warnsignalen – wie Kontrollverlust oder heimlichem Trinken – ist professionelle Hilfe sinnvoll.

  • Suchtberatungsstellen unterstützen beim ersten Schritt.

  • Suchtmediziner*innen und spezialisierte Kliniken begleiten Diagnose und Behandlung.

Je früher Betroffene Hilfe annehmen, desto besser lässt sich ein Fortschreiten verhindern.

Sie sind Angehöriger eines Alkoholsüchtigen? Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wie Sie unterstützend Ihre Hilfe anbieten und mit der Situation umgehen können!

FAQ

Ab wann spricht man von einer Alkoholabhängigkeit?

Eine Alkoholabhängigkeit liegt laut WHO-Definition dann vor, wenn innerhalb der letzten 12 Monate mindestens drei der folgenden sechs Kriterien erfüllt sind: starkes Verlangen (Craving), Kontrollverlust, Toleranzentwicklung, Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Alkoholkonsums, anhaltender Konsum trotz schädlicher Folgen und körperliche Entzugssymptome. Oft beginnt der Weg in die Abhängigkeit jedoch schleichend und nicht jede Person mit problematischem Konsum erfüllt sofort alle Kriterien.

Welche körperlichen und sozialen Folgen kann eine Alkoholsucht haben?

Körperlich kann es zu schweren Schäden wie Leberzirrhose, Nerven- und Hirnschäden oder epileptischen Anfällen beim Entzug kommen. In sozialen Bereichen drohen Isolation, der Verlust von Beziehungen und Arbeitsplatz sowie im schlimmsten Fall Obdachlosigkeit. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen treten häufig in Kombination mit einer Alkoholabhängigkeit auf.

Wann sollte man sich professionelle Hilfe suchen?

Bereits bei ersten Warnzeichen – also wenn ein oder zwei der genannten Kriterien erfüllt sind – ist es ratsam, sich Hilfe bei einer Suchtberatungsstelle oder einem suchtmedizinisch erfahrenen Arzt zu suchen. Je früher die Problematik erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen, eine fortschreitende Abhängigkeit zu verhindern.

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