Selbsttest Soziale Phobie

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Was ist eine soziale Phobie?

Bei der sozialen Phobie handelt es sich um eine der häufigsten spezifischen Phobien. Phobische Ängste sind immer auf eine besondere Situation oder ein spezifisches Objekt gerichtet. Eine soziale Phobie ist im Kern durch Ängste im Kontakt mit anderen Menschen gekennzeichnet und geht weit über eine Schüchternheit oder „Lampenfieber“, wie wir es alle kennen, hinaus.

Bei einer sozialen Phobie nehmen die Ängste derart überhand, dass soziale Kontakte insgesamt erschwert oder gar gänzlich gemieden werden. Menschen mit sozialer Phobie befürchten ein eigenes inadäquates, peinliches oder für sie demütigendes Verhalten. Sie sorgen sich um Erröten, Stottern und „dumme“ eigene Aussagen, die anderen auffallen könnten und negativ bewertet werden. Folge sind sozialer Rückzug und Vermeidungsverhalten.

Symptome

  • Vermeidung sozialer Aktivitäten oder intensiver Kontakte
  • Furcht vor Ablehnung oder Kritik
  • Angst vor prüfender Betrachtung von anderen Menschen
  • Angst, in Gruppen oder in der Öffentlichkeit zu sprechen
  • Angst, sich mit dem anderen Geschlecht zu treffen
  • Vermeiden von Blickkontakten und „small talk“
  • Frühes Erröten, Zittern
  • Vegetative Symptome wie Herzrasen, Durchfall, Übelkeit, Vermehrter Harndrang
  • Niedriges Selbstwertgefühl und verringerte Selbstwirksamkeitserwartung
  • Vermeidungsverhalten und soziale Isolation

Wie wird eine soziale Phobie diagnostiziert?

Um eine soziale Phobie sicher zu diagnostizieren muss eine ausgeprägte soziale Phobie über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten bestehen und darf nicht durch eine andere Ursache (Medikamente oder Drogen, andere psychische Probleme wie Burnout oder Depression) bestehen. Die sozialphobischen Ängste werden in Situationen öffentlicher Exposition oder in Gruppen verstärkt, führen zu Vermeidungsverhalten und bedingen eine relevante Einschränkung der Lebensqualität.

Selbsttest Soziale Phobie

Mit Hilfe dieses Tests können Sie eine Einschätzung vornehmen, ob Sie unter den Symptomen einer sozialen Phobie leiden.

Häufig gestellte Fragen

Frühe Zeichen sozialphobischer Ängste sind zum Beispiel Schwierigkeiten von Schülern, etwas vor der Klasse vorzutragen oder in einer Gruppe zu sprechen. Einschneidende sozial belastende Erlebnisse in der Kindheit oder Jugend können sozialphobische Ängste verstärken.

Menschen mit einer sozialen Phobie haben oft selbstunsichere und gehemmte Persönlichkeitszüge. Die Abgrenzung zu der entsprechenden Persönlichkeitsstörung kann mitunter schwierig sein.

Ohne entsprechende Behandlung neigen soziale Phobien zur Chronifizierung. Deshalb sollten soziale Phobien behandelt werden, wobei die Psychotherapie die Hauptbehandlungssäule sein sollte. Medikamente können unterstützend eingesetzt werden, sie sind jedoch in den meisten Fällen nicht obligat. Am besten geeignet für eine Behandlung ist die kognitive Verhaltenstherapie, die durch Achtsamkeits- und Entspannungsverfahren, Körpertherapie und weitere Therapieverfahren im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes ergänzt wird.

  • Kognitive Psychotherapie (KVT) im Einzelsetting
  • Einzelpsychotherapie mit tiefenpsychologischem Ansatz
  • Gruppenpsychotherapie mit lösungs- und prozessorientiertem Ansatz
  • Übungen zum Alltagstransfer und Expositionsübungen, soziales Kompetenztraining
  • Entspannungs- und Achtsamkeitsgruppen (z.B. Naturachtsamkeit, Progressive Muskelrelaxation, Yoga u.a.)
  • Kunst- und Kreativtherapie im Einzel und in der Gruppe
  • Sporttherapie im Einzel und in der Gruppe (z.B. therapeutisches Boxen, Atem-Körpertherapie, Tanztherapie)
  • Therapeutisches Bogenschießen
  • Akupunktur
  • In besonderen Fällen EMDR-Behandlung (Indikationsausweitung, bisher kein Leitlinienverfahren)
  • Panikstörung
  • Agoraphobie
  • Generalisierte Angststörung
  • Dysmorphophobie
  • Andere spezifische Phobien (Aviophobie, Arachnophobie, Dentophobie, etc.)

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