Selbsttest Panikstörung

Was sind Panikstörungen?

Panikstörungen sind durch immer wiederkehrende Panikattacken definiert und gehen mit ausgeprägten körperlichen und psychischen Symptomen einher. Sie können völlig unvermittelt und ohne erkennbaren Auslöser auftauchen. Die Dauer einer Panikattacke ist sehr variabel und kann zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden schwanken.

Die Diagnose einer Panikstörung kann gestellt werden, wenn die Angstattacken ohne erkennbaren äußeren Anlass und wiederholt auftreten und wenn andere Ursachen (wie zum Beispiel einer Schilddrüsenerkrankung) ausgeschlossen werden können. Auch sollten die Panikattacken nicht im Kontext einer anderen psychischen Erkrankung, wie zum Beispiel einer Depression, erklärbar sein.

Welche anderen Formen von Angststörungen gibt es?

Bei einer Angststörung tritt Angst in unverhältnismäßigem Ausmaß und/oder in eigentlich ungefährlichen Situationen auf. Die erlebten Gefühle und körperlichen Reaktionen stehen in keinem angemessenen Verhältnis zur realen Bedrohung. Das Erleben der Angstgefühle, die Einschränkung des Denkens und die körperlichen Reaktionen können jedoch sehr heftig sein. Patienten mit Angststörungen erkennen unter Umständen zwar noch, dass ihre Angst unangemessen oder gar unbegründet ist, sie haben jedoch nicht mehr die Möglichkeit, die Angst ausreichend zu kontrollieren.

Agoraphobie

Unter einer Agoraphobie versteht man die Angst vor engen Räumen, Menschenmengen aber auch weiten Plätzen ohne Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Zugrunde liegt hierbei die Angst des Betroffenen  vor einem Kontrollverlust. Agoraphobische Ängste treten also vor allem an Orten auf, an denen es schwierig ist, einen sicheren Ort oder Hilfe zu finden oder Situationen, in denen man peinliches Aufsehen (z.B. durch Erröten, Ohnmacht, Zittern o.a.) erregt. Vor allem Menschen, die unter als unkontrollierbar erlebten Panikattacken leiden, entwickeln oft eine Agoraphobie. Die Kombination einer Panikstörung mit einer Agoraphobie ist deshalb sehr häufig. Die Agoraphobie kann jedoch auch als eigenständige Erkrankung auftreten.

Generalisierte Angststörung

Im Gegensatz zu phobischen Angststörungen hat die generalisierte Angststörung keine konkreten Auslöser. Die Ängste und Beschwerden sind praktisch andauernd vorhanden. Menschen mit einer generalisierten Angststörung werden ständig von übertriebenen Ängsten begleitet und befinden sich deshalb in einem Dauerzustand ängstlicher Gespanntheit. Klassische Befürchtungen bei generalisierten Angststörungen sind zum Beispiel, dass dem Betroffenen selbst oder Familienmitgliedern ein Unfall passiert, sie erkranken oder dass etwas schlimmes, oftmals auch katastrophales passiert.

Dysmorphophobie

Die dysmorphophobe Störung zeichnet sich dadurch aus, dass starke Ängste bestehen, der Körper sei nicht schön genug, habe Makel, die beeinträchtigten und entstellten. Der oft überwertige Gedanke, nicht schön genug zu sein, dominiert und beeinträchtigt das ganze Leben. Die meisten Patienten erleben dies primär als Angst, wie es auch der Name der dysmorphophoben Störung ausdrückt.

Selbsttest Panikstörung

Mit Hilfe dieses Tests können Sie eine Einschätzung vornehmen, ob Sie unter Symptomen von Narzissmus leiden. Bitte beachten Sie, dass ein Test niemals das diagnostische Gespräch mit einem Facharzt oder Psychotherapeuten ersetzen kann.

Häufig gestellte Fragen

Menschen mit Panikstörungen erleben je nach Qualität und Quantität der Panikattacken eine starke Einschränkung ihrer Lebensqualität und einen Autonomieverlust, da sie die Anfälle nicht mehr selbst kontrollieren können. In der Folge meiden sie soziale Kontakte, öffentliche Orte oder auch den Gang zur Arbeit. Leider kommt es auch zu unverhältnismäßig vielen Kontakten mit Ärzten, Notfallambulanzen oder gar dem Rettungsdienst, da sich der Betroffene in subjektiver Not rückversichern möchte, dass körperlich keine schwerwiegenden Erkrankungen vorliegen. Häufig kommt es zu krankheitsbedingten Arbeitsausfällen und Konflikten am Arbeitsplatz. Selbstwert und Selbstwirksamkeitserwartung sinken, Depression und Abhängigkeitserkrankungen (insbesondere Alkohol und Beruhigungsmittel) sind klassische Folgeerkrankungen.

Die Diagnose einer Panikstörung kann gestellt werden, wenn die Angstattacken ohne erkennbaren äußeren Anlass und wiederholt auftreten und wenn andere Ursachen (wie zum Beispiel einer Schilddrüsenerkrankung) ausgeschlossen werden können. Auch sollten die Panikattacken nicht im Kontext einer anderen psychischen Erkrankung, wie zum Beispiel einer Depression, erklärbar sein. Prinzipiell sollte auch bei Menschen mit Angstzuständen eine sorgfältige organische Untersuchung erfolgt sein, um sicherzustellen, dass nicht auch körperliche Begleiterkrankungen vorliegen. Viele Betroffene mit einer Panikstörung entwickeln eine Agoraphobie, da sie aufgrund der als unkontrollierbar erlebten Panikattacken in der Häuslichkeit ihren „sicheren Raum“ nicht verlassen wollen.

Die effiziente Behandlung von Panikstörungen erfordert eine intensive und persönliche psychotherapeutische Betreuung. Hierdurch können Ängste analysiert und verstanden, Strategien erarbeitet und erprobt werden. Neben der intensiven Psychotherapie im Einzelsetting wird unterstützend eine Vielzahl moderner und wissenschaftlich gesicherter Behandlungen eingesetzt:

  • Einzelpsychotherapie mit Schwerpunkt Psychoedukation, Situationsanalysen, Expositionsübungen und Alltagstransfer
  • Gruppenpsychotherapie mit lösungs- und prozessorientiertem Ansatz
  • Störungsspezifische Gruppentherapien
  • Entspannungs- und Achtsamkeitsgruppen (z.B. Naturachtsamkeit, Progressive Muskelrelaxation, Yoga u.a.)
  • Kunst- und Kreativtherapie im Einzel und in der Gruppe
  • Sporttherapie im Einzel und in der Gruppe (z.B. therapeutisches Boxen, Atem-Körpertherapie, Tanztherapie)
  • Therapeutisches Bogenschießen
  • Akupunktur
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