Die Vorteile eines Stimmungstagebuchs bei Depression und Borderline

Was ist ein Stimmungstagebuch?

In einem Stimmungstagebuch werden täglich das eigene Wohlbefinden, sowie eine Art Protokoll über die eigene Stimmung eingetragen. Auf diese Weise kann der Verlauf der Stimmung über einen längeren Zeitraum beobachtet und anschließend die Ursachen dafür herausgefunden werden. Grundsätzlich kann hierbei die Stimmung durch eine Art Skala dargestellt werden. Ob dafür Zahlen oder Symbole genutzt werden, steht dem/der Betroffenen frei.

Wofür wird ein Stimmungstagebuch eingesetzt

Ein Stimmungstagebuch kann für verschiedene Dinge eingesetzt werden. Unter anderem bei psychosomatischen Erkrankungen kann ein Stimmungstagebuch dabei helfen, die eigene Situation besser zu verstehen und daran zu arbeiten. In erster Linie hilft es also dabei, sich selbst in seiner Handlungs- und Denkweise zu reflektieren und das Verhalten, die Gedanken ggf. zu ändern. Ein Stimmungstagebuch hat u.a. die folgenden Vorteile:

1. Zusammenhänge erkennen
2. Sich selbst hinterfragen und dazu lernen
3. Stress und psychische Erkrankungen früher erkennen
4. Gedankenverzerrungen entgegenwirken und wieder positiv denken
5. Unterstützung der therapeutischen Behandlung
6. Rückfälle werden vermieden

Stimmungstagebuch bei Depression

Gerade bei einer Depression (https://www.klinik-friedenweiler.de/behandlungsfelder/depression/ ) kann ein Stimmungstagebuch dabei helfen, den Verlauf der Erkrankung nachzuvollziehen. Depressionsrelevante Symptome sowie fehlender Antrieb können auf den Tag genau ausgewertet werden. Auch können anfangende Depressionen frühzeitig erkannt und mit dem/der Arzt/Ärztin oder Therapeut/in besprochen werden. Hinzu kommt, dass ein Stimmungstagebuch dabei unterstützt, die Dinge wieder aufzunehmen die einem Freude bereiten und wieder positiv durch das Leben zu gehen.

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Stimmungstagebuch bei Borderline

Auch beim Borderline-Syndrom kann ein Stimmungstagebuch erfolgreich eingesetzt werden. Betroffene des Borderline-Syndroms  leiden unter starken Stimmungsschwankungen und können oft die Ursache dahinter nicht allein finden. Dazu werden schließlich täglich zu einer festen Uhrzeit die verschiedenen Stimmungen und emotionalen Anspannungen vermerkt, sodass diese über eine gewisse Zeit ein klares Muster erkennbar machen. Auf diese Weise können sich die Betroffenen selbst helfen und auch Hilfe von Therapeut*innen annehmen.

Ein Stimmungstagebuch richtig führen

Um ein Stimmungstagebuch erfolgreich führen zu können, sollten die folgenden drei Schritte beachtet werden:

1. Vorbereitung des Stimmungstagebuchs

Überlegen Sie sich, was festgehalten werden soll: Nur die eigene Stimmung oder auch andere Aspekte wie die Schlafqualität oder die Ernährung?
Anschließend sollten Sie sich Ihre persönliche Skala überlegen, bzw. bei der Verwendung von Symbolen eine klare Vergabe der Werte festlegen. Eine Spalte für Notizen kann ebenfalls für die spätere Behandlung hilfreich sein.

2. Kreativität und Gestaltung

Optisch ansprechend gestaltete Stimmungstagebücher animieren zum Bearbeiten und können sogar Spaß machen. Gestalten Sie Ihr Stimmungstagebuch nach Ihrer eigenen Kreativität.

3. Feste Zeitpunkte wählen

Das Stimmungstagebuch bietet sich vor allem dann zum Bearbeiten an, wenn Sie diverse Aktivitäten ohnehin schon jeden Tag machen (beispielsweise immer Abends nach dem Zähneputzen oder Morgens nach dem Frühstück), um einen festen Ablauf im Stimmungstagebuch zu haben.

Häufig gestellte Fragen

Woher bekomme ich ein Stimmungstagebuch?

Stimmungstagebücher gibt es in verschiedenen Darstellungsweisen. Zum Ausdrucken, als App oder selbst gestaltet. Das wichtigste ist, dass es seine Funktion erfüllt und den Stimmungsverlauf deutlich machen kann.

Wann sollte ich über das Verwenden eines Stimmungstagebuchs nachdenken?

Ein Stimmungstagebuch sollte dann verwendet werden, wenn ständig negative Gedanken oder Gefühle auftreten, man unzufrieden mit sich selber ist oder einfach das eigene Verhalten reflektiert werden soll.

Über welchen Zeitraum sollte ein Stimmungstagebuch geführt werden?

Sollte das Stimmungstagebuch in Kombination mit einer Behandlung geführt werden, wird die Dauer vom Arzt/Therapeuten empfohlen. Es kann aber auch nach eigenem Ermessen geführt werden, da es den Stimmungsverlauf über mehrere Wochen und Monate darstellen und zu einem positiveren Lebensstil beitragen kann.

Burnout und Erschöpfungssyndrome

Burnout ist ein chronisches Erschöpfungssyndrom, das unbehandelt in psychosomatischen Erkrankungen und Depression münden kann.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie behandelt gezielt die Symptome psychischer Erkrankungen und soll die Handlungsfähigkeit des Patienten erweitern.

Burnout - Wie können Angehörige helfen?

Angehörige stehen der neuen Situation zunächst oft rat- und hilflos gegenüber, jedoch gibt es Möglichkeiten, wie sie die Betroffenen unterstützen können:

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