Komplexe posttraumatische Belastungsstörung Header Text 2 Komplexe posttraumatische Belastungsstörung Header Text 1

Klinik für komplexe posttraumatische Belastungsstörung

Erhalten Sie hier einen Überblick über die Symptome, Behandlung und Therapiemöglichkeiten in der Klinik Friedenweiler einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung.

Was sind komplexe posttraumatische Belastungsstörungen?

Bei anhaltenden Traumata (zum Beispiel bei schwerem und wiederholtem Kindesmissbrauch) kommt es zu Störungsbildern, die über die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung hinausgehen und die erkennbar eine Veränderung der Persönlichkeit mit sich bringen. Dieses Krankheitsbild wird als komplexe posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) beschrieben und abgegrenzt. In der aktuellen Klassifikation psychischer Störungen der WHO (ICD-10) ist die kPTBS zwar noch nicht aufgeführt, die Diagnose wird jedoch (zurecht) voraussichtlich in der neuen und überarbeiteten Version (ICD-11) integriert sein. Aktuell wird die kPTBS deswegen als andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung klassifiziert.

Bei der kPTBS leiden die Betroffenen unter einer tiefgreifenden Bindungsstörung als Folge der oft frühen und anhaltenden Traumata und fehlendem Vertrauen. Es kommt zu ausgeprägten Beeinträchtigungen des Sicherheitsgefühls und Vertrauens, von Denken und Emotionen sowie der Beziehungsgestaltung.

Eine kPTBS kann erst ab einem Krankheitsverlauf von über 2 Jahren diagnostiziert werden.

Symptome der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung

Das Eingangskriterium der kTBPS ist ein anhaltendes und/oder wiederholtes Trauma wie sexueller Kindesmissbrauch, längere Geiselnahme, Folter, Haft. Die Symptome umfassen die der klassischen PTBS, darüber hinaus müssen noch jeweils Symptome aus den Bereichen Affektkontrolle, Selbstkonzept und Probleme der interpersonellen Beziehungsgestaltung vorliegen. Die Symptomatik ist derart tief verankert, dass sie einer Persönlichkeitsveränderung als Folge des Traumas nahekommt.

Lassen Sie sich von unserem Fachpersonal persönlich beraten, fordern Sie Infomaterial an oder senden Sie uns sonstige Anliegen.

Therapieform bei komplexer posttraumatischer Belastungsstörung

Prinzipiell werden bei der kPTBS dieselben Therapieansätze verfolgt wie bei der klassischen PTBS. Aufgrund der Schwierigkeiten der Betroffenen, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen bedarf es jedoch eines deutlich intensiveren Beziehungsaufbaus und einer langen Beziehungsarbeit, bis die eigentliche Traumaarbeit begonnen werden kann. Bei dissoziativen Amnesien ist es möglich, dass im Laufe der Behandlung zusätzliche Belastungen, die abgespalten waren, plötzlich wieder erinnert werden, was den therapeutischen Prozess verlangsamen kann. Bei komplexen Krankheitsverläufen kann es Sinn ergeben, die Behandlung in mehreren Schritten vorzunehmen (Intervalltherapie), um zwischen den Therapieeinheiten eine Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen und die erarbeiteten therapeutischen Schritte zu erproben.

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