Somatisierungsstörung Klinik Friedenweiler
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Somatisierungsstörung Klinik

Was ist eine Somatisierungsstörung?

Schmerzen, Schwindel, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, vielleicht sogar eine Lähmung – aber es ist „nichts zu finden“? Dann könnte es sich um eine Somatisierungsstörung (oder auch somatoforme Störung) handeln, also eine Erkrankung mit körperlichen Symptomen, ohne dass eine physische Ursache vorzuliegen scheint. Die Beschwerden sind jedoch nicht eingebildet – die Schmerzen bzw. Einschränkungen sind für den Betroffenen sehr real. Typisch für eine Somatisierungsstörung ist, dass der Patient oftmals eine Odyssee durch viele Arztpraxen und Kliniken hinter sich gebracht hat. Mit meist frustrierendem Ergebnis: Die Diagnostik hat entweder nichts oder nur wenig erbracht, die Beschwerden bleiben jedoch oder nehmen zu. Die Somatisierungsstörung gehört zu den häufigsten Krankheitsbildern, mit denen Menschen Hausärzte und Krankenhäuser aufsuchen. Wir helfen mit einer intensiven und auf die Somatisierungsstörung ausgerichteten Psychotherapie im einzel- und gruppentherapeutischen Setting.

Somatisierungsstörung Klinik

Wie wird eine Somatisierungsstörung behandelt?

Viele Betroffene haben schon etliche Arztbesuche hinter sich und sind entsprechend frustriert. Der Aufbau einer vertrauensvollen Bindung des Patienten zum Arzt und zum Therapeuten ist deshalb sehr wichtig. Die Behandlung mit Medikamenten spielt bei der Therapie einer Somatisierungsstörung in der Regel eine eher untergeordnete Rolle; „das“ Medikament gegen dieses Leiden gibt es nicht. Beachtet werden müssen jedoch Begleiterkrankungen wie zum Beispiel eine Depression, die in vielen Fällen mit einer Somatisierungsstörung einhergeht. Die Depression kann sowohl Ursache der Beschwerden (bei schweren Formen der Depression kommt es praktisch immer zu somatischen Reaktionen) oder auch deren Folge sein.

Die Hauptbehandlungssäule der Somatisierungsstörung ist die Psychotherapie. In der Klinik Friedenweiler gibt es deshalb ein Behandlungskonzept im einzel- und gruppentherapeutischen Kontext, das intensiv und individuell auf die Problematik bei einer Somatisierungsstörung eingeht. Neben der psychotherapeutischen Behandlung spielen körpertherapeutische Ansätze, Achtsamkeits- und Entspannungsverfahren eine entscheidende Rolle. Diese ermöglichen dem Patienten, einen besseren und vertrauensvolleren Umgang mit dem eigenen Körper wiederzuerlangen. Gemeinsam mit dem Psychologen erstellen wir für jeden Patienten einen passgenauen Therapieplan.

Beispiele für Behandlungen:

  • Fachärztliche Betreuung (Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Nervenheilkunde, Neurologie)
  • Störungsspezifische Einzelpsychotherapie (2–4 Sitzungen pro Woche)
  • Gruppentherapie (4-6 Sitzungen pro Woche)
  • Körpertherapie (Einzelkörpertherapie, Gruppenkörpertherapie, Ausdauersportarten wie Nordic Walking, therapeutisches Boxen, therapeutisches Bogenschießen, u.a.)
  • Achtsamkeits- und Entspannungsverfahren, Yoga, PMR (progressive Muskelrelaxation)
  • Kreative Therapien
  • Familien- und Paargespräche (falls vom Patienten erwünscht)

Welche Diagnostik ist erforderlich?

Um eine rein oder vorwiegend organische Ursache auszuschließen, ist eine sorgfältige und differenzierte Diagnostik der Somatisierungsstörung erforderlich. Diese sollte koordiniert ablaufen, damit Wiederholungsuntersuchungen vermieden werden, die nicht nur unnötige Kosten verursachen, sondern das Leid eher verstärken und dem Patienten im schlimmsten Fall sogar schaden können. Die Diagnose einer Somatisierungsstörung sollte von einem Facharzt gestellt werden, der sowohl alle körperlichen Untersuchungsbefunde als auch die psychische Situation berücksichtigt. Gegebenenfalls müssen auch mehrere Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen gemeinsam über die Differenzialdiagnostik beraten. In der Klinik Friedenweiler arbeiten Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen, Psychologen und der Patient eng zusammen.

Wie gut sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung?

Viele Patienten kommen erst Jahre nach Auftreten der ersten Symptome in eine entsprechende fachärztliche Behandlung. Die Erkrankung ist dann meist so verfestigt, dass der Patient das Gefühl hat, es könne sich nichts mehr ändern. Dies stimmt jedoch nicht. Eine intensive und auf die Erkrankung ausgerichtete Behandlung kann in jedem Stadium der Somatisierungsstörung eine zumindest wesentliche Besserung der Symptome erzielen.

Aufgrund der Komplexität der Erkrankung sind ganzheitliche Ansätze mit Therapieverfahren auf mehreren Ebenen am erfolgreichsten. Im Friedenweiler Konzept wird deshalb mit Therapien gearbeitet, die gezielt auf vier Ebenen ansetzen: Denken, Fühlen, Handeln und Körper.

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