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Klinik für Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis

Erhalten Sie hier einen Überblick über die Symptome, Behandlung und Therapiemöglichkeiten in der Klinik Friedenweiler von Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis.

Was sind Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis?

Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis (Gruppe der Schizophrenien) gehören zu den häufigsten Psychosen und verlaufen meist schubförmig. Es handelt sich um ein recht heterogenes Spektrum einer Erkrankung, die zu viel Verunsicherung des Erkrankten und seines Umfeldes führt.

Im psychotischen Schub kommt es zu Fehlwahrnehmungen und Fehlinterpretationen, oft verbunden mit fehlender Einsicht. Der Betroffene erlebt eine Realität, die sich nicht mit dem Erleben anderer Menschen deckt. Anders als sein Umfeld ist er jedoch von seiner Deutung unverrückbar überzeugt.

Zu den weiteren typischen Symptomen zählen auch Halluzinationen (Sinnesfehlwahrnehmungen) und sogenannte Ich-Störungen; hierbei ist die Leistung des Gehirns, Ich-Umwelt-Grenzen aufzubauen und aufrechtzuerhalten, gestört. Die eigene Person oder Objekte aus der Umwelt werden künstlich, verändert und unwirklich erlebt. Konzentration und Aufmerksamkeit nehmen ab, das Denken wirkt zerfahren und zum Teil sprunghaft. Aufgrund der subjektiven Bedrohung durch die Umwelt lehnt der Betroffene oftmals auch Unterstützung ab (paranoides Erleben).

Behandlung in der Klinik Friedenweiler

Man geht heute davon aus, dass bei der Entstehung der Psychose verschiedene Faktoren (genetische, biologische, psychosoziale Einflüsse) zusammenkommen. Daher spricht man auch von einer „multifaktoriellen“ Entstehung.

Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis haben gemeinsam, dass ein Ungleichgewicht von Botenstoffen (vornehmlich Dopamin) im Gehirn entsteht. Hier bedarf es einer medikamentösen Unterstützung, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Da der Erkrankte die Erfordernis dieser Medikation nicht oder nur in Teilen nachvollziehen kann, ist es umso wichtiger, in einem gesprächstherapeutischen Setting ein individuelles Krankheitsmodell zu erarbeiten, das man als „Vulnerabilitäts-Stress-Coping-Modell” (Vulnerabilität = Empfindlichkeit) bezeichnet. Hier arbeiten Patient und Therapeut gemeinsam an den Stressoren, die die Krankheit ausgelöst haben.

Die Arbeit an einem für den Patienten annehmbaren Modell hat eine große Bedeutung für seine langfristige Stabilität, da seine persönlichen Risikofaktoren identifiziert werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass es dem Patienten auch Alternativstrategien (Coping) an die Hand gibt, mit denen der Patient einen Rückfall verhindern kann.

Medikamentöse und gesprächstherapeutische Behandlung werden ergänzt durch eine Vielzahl körpertherapeutischer und kreativtherapeutischer Ansätze, um einen ganzheitlichen Behandlungsansatz zu ermöglichen, der sich nicht nur an der Störung des Erkrankten, sondern auch an seinen Wünschen und Ressourcen orientiert.

Lassen Sie sich von unserem Fachpersonal persönlich beraten, fordern Sie Infomaterial an oder senden Sie uns sonstige Anliegen.

Therapieformen bei Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis

Gerade bei jungen Erkrankten ist es wichtig, dass bei der Behandlung einer Psychose aus dem Schizophrenen Formenkreis, neben der medikamentösen Behandlung und der Gesprächstherapie auch weitere therapeutische Ansätze wie zum Beispiel Kreativtherapien und Körpertherapien eingesetzt werden. Dies hilft einerseits, Ressourcen des Erkrankten zu reaktivieren und die Behandlung nicht nur defizitorientiert (Fokus auf das, was aktuell eben nicht funktioniert) zu gestalten, sondern gezielt Stärken zu entdecken und diese zu fördern.

Körperliche Therapien helfen jedoch auch, den Bezug zum eigenen Körper zu verbessern und Medikamentennebenwirkungen zu verringern oder gar zu verhindern. In der Klinik Friedenweiler gibt es deshalb ein breites Angebot von Therapien, die sich nicht nur nach dem Störungsbild, sondern auch nach den Wünschen und Bedürfnissen des Erkrankten richten:

  • Intensive, individuelle und störungsspezifische Psychotherapie im Einzel- (2-4/Woche) und Gruppensetting (4-8/Woche)
  • Internistische und psychosomatische Untersuchungen und Mitbehandlungen durch hausinterne Fachärzte
  • ausführliche medikamentöse Beratung und Behandlung sowie Psychoedukation mit dem Schwerpunkt antipsychotische Medikation
  • Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson & gelenkte Imagination, Atemkörpertherapie und Yoga (bei ausreichender Stabilität)
  • Akupunktur
  • Achtsamkeitstraining & Naturachtsamkeitstraining
  • Therapeutisches Bogenschießen und therapeutisches Boxen (bei ausreichender Stabilität)
  • Kreativ- und Kunsttherapie
  • Musiktherapie
  • Pflegerische Unterstützung zur Wiedererlangung von Tagesstruktur und Autonomie
  • Angehörigengespräche und systemische Beratung
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