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Was sind psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen?

Diese Kategorie umfasst psychische Störungen, bei denen seelische Belastungen und körperliche Funktionen eng miteinander verknüpft sind. Typisch ist, dass psychische Konflikte oder Stress sich in körperlichen Symptomen äußern, ohne dass eine organische Ursache vorliegt. Dazu zählen unter anderem Essstörungen wie Anorexia nervosa und Bulimia nervosa, nichtorganische Schlafstörungen sowie psychisch bedingte sexuelle Funktionsstörungen.
Betroffene leiden häufig unter einem hohen körperlichen und seelischen Leidensdruck, weshalb eine psychotherapeutische Behandlung entscheidend ist, um die zugrunde liegenden Ursachen zu verstehen und zu bewältigen.
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Dorothee S.

München

"Die Klinik Friedenweiler hat mir ein großes Stück Lebensfreude und Perspektive zurückgegeben. Vielen Dank für die umfassende Betreuung!"

Behandlung in der Klinik Friedenweiler

Bei psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (ICD-10 F10–F19) verfolgt die Klinik Friedenweiler einen ganzheitlichen, psychosomatischen Behandlungsansatz. Im Mittelpunkt steht das Verständnis für die Wechselwirkung zwischen seelischen Belastungen, Suchtverhalten und körperlichen Folgen.

Die Patient*innen lernen, ihre persönlichen Auslöser und Risikofaktoren für den Substanzkonsum zu erkennen und neue Wege im Umgang mit Stress, Emotionen und sozialen Anforderungen zu entwickeln. Therapeutische Verfahren wie Verhaltenstherapie, Achtsamkeitstraining und körperorientierte Therapieformen unterstützen dabei, die Selbstwahrnehmung zu stärken und Rückfällen vorzubeugen.

Ziel der Behandlung ist es, körperliche und psychische Stabilität wiederherzustellen, den Substanzkonsum nachhaltig zu beenden und langfristig eine gesunde, selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.

Behandlung von Depressionen in der Privatklinik Friedenweiler für Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik im Hochschwarzwald

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Therapiemöglichkeiten bei psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen

In der Klinik Friedenweiler wird die Behandlung individuell auf die jeweilige Substanz und den Schweregrad der Abhängigkeit abgestimmt. Im Mittelpunkt steht eine psychosomatisch-psychotherapeutische Therapie, die das Zusammenspiel von Körper, Geist und Emotionen berücksichtigt. Ziel ist es, die zugrunde liegenden psychischen Ursachen des Substanzkonsums zu verstehen, Rückfälle zu vermeiden und eine stabile, suchtfreie Lebensführung zu fördern.

Bewährte Verfahren sind:

  • Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) zur Veränderung belastender Gedanken- und Verhaltensmuster

  • Achtsamkeitsbasierte Verfahren zur Förderung der Körperwahrnehmung und Stressregulation

  • Körperorientierte Therapieformen zur Integration körperlicher und emotionaler Erfahrungen

  • Tiefenpsychologisch fundierte Therapie, um unbewusste Konflikte und deren körperlichen Ausdruck zu verstehen

  • Gruppen- und Kunsttherapie, um emotionale Ausdrucksfähigkeit und Selbstreflexion zu fördern

Ergänzend können ärztliche, medikamentöse oder ernährungstherapeutische Maßnahmen sinnvoll sein, um Entzugserscheinungen zu lindern, den Heilungsprozess zu unterstützen und das Gleichgewicht zwischen Körper und Psyche wiederherzustellen.

Anzeichen & Symptome bei psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen

Die Symptome hängen von der konsumierten Substanz, der Dauer und Intensität des Gebrauchs ab. Übergreifend zeigen sich jedoch typische Anzeichen, die auf eine Abhängigkeit oder einen schädlichen Gebrauch hinweisen können:

  • Starker Drang oder Zwang zum Konsum, verbunden mit Kontrollverlust über Häufigkeit und Menge der Einnahme.

  • Toleranzentwicklung, das heißt, Betroffene benötigen zunehmend größere Mengen, um dieselbe Wirkung zu erzielen.

  • Entzugserscheinungen wie Zittern, Schwitzen, Schlafstörungen, Angst oder Reizbarkeit beim Absetzen oder Reduzieren der Substanz.

  • Vernachlässigung sozialer, beruflicher und gesundheitlicher Verpflichtungen, um den Konsum fortzusetzen.

  • Fortgesetzter Konsum trotz negativer Folgen wie körperlicher Beschwerden, seelischer Belastung oder Konflikten im Umfeld.

  • Verhaltensauffälligkeiten wie Gereiztheit, Rückzug, Stimmungsschwankungen oder impulsives Verhalten.

Damit eine Störung diagnostisch relevant ist, müssen diese Symptome über längere Zeit bestehen und zu einer deutlichen Beeinträchtigung des sozialen, beruflichen oder körperlichen Lebens führen.

Diagnose bei psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen

Die Diagnose erfolgt durch Fachärzt*innen für Psychiatrie oder Psychotherapeut*innen nach den Kriterien der ICD-10 F10–F19. Entscheidend ist die Beobachtung des Zusammenhangs zwischen Substanzkonsum, psychischen Veränderungen und körperlichen Auswirkungen.

Zur Diagnostik gehören in der Regel:

  • Detaillierte Anamnese zu Konsumgewohnheiten, psychischer Verfassung und sozialer Situation.

  • Körperliche Untersuchungen, um organische Schäden oder Begleiterkrankungen zu erkennen.

  • Psychologische Tests und Fragebögen, die Motivation, Impulskontrolle und emotionale Stabilität erfassen.

  • Abgrenzung zu anderen psychischen Erkrankungen, etwa Depressionen, Angst- oder Persönlichkeitsstörungen.

In manchen Fällen wird zusätzlich eine Laboruntersuchung oder Drogenscreening durchgeführt, um die Art und Menge konsumierter Substanzen zu bestimmen. Eine sorgfältige Diagnose ist entscheidend, um die passende Therapieform und langfristige Entzugsstrategie festzulegen.

ICD-10-Klassifikation der psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen

Im ICD-10 werden psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen unter den Kategorien F10 bis F19 zusammengefasst. Diese Gruppe umfasst Störungen, die infolge des Konsums oder Missbrauchs von Substanzen entstehen, welche das Bewusstsein, die Stimmung, das Denken oder das Verhalten beeinflussen.

Charakteristisch ist, dass die Symptome direkt auf die Wirkung der jeweiligen Substanz zurückzuführen sind und sowohl psychische als auch körperliche Beeinträchtigungen hervorrufen können. Dazu zählen akute Intoxikationen, schädlicher Gebrauch und Abhängigkeitssyndrome.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Klassifikationen innerhalb dieser Kategorie:

Verhaltensstörungen durch Alkohol

ICD-10 F10

Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol

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Opioide

ICD-10 F11

Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide

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Cannabinoide

ICD-10 F12

Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide

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Sedativa oder Hypnotika

ICD-10 F13

Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika

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Kokain

ICD-10 F14

Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain

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Koffein

ICD-10 F15

Psychische und Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien, einschließlich Koffein

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Halluzinogene

ICD-10 F16

Psychische und Verhaltensstörungen durch Halluzinogene

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Tabak

ICD-10 F17

Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak

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flüchtige Lösungsmittel

ICD-10 F18

Psychische und Verhaltensstörungen durch flüchtige Lösungsmittel

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Substanzgebrauch

ICD-10 F19

Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und sonstige psychotrope Substanzen

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Auswirkungen von Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren

Die Störungen wirken sich oft ganzheitlich auf Körper, Psyche und Alltag aus. Häufig treten anhaltende Erschöpfung, körperliche Beschwerden ohne Befund sowie Stress- und Selbstwertprobleme auf. Auch soziale Rückzüge, Konflikte und Leistungseinbußen im Beruf sind typisch. Ohne Behandlung kann es zu einer Chronifizierung oder zu begleitenden psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen kommen.

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Weitere Formen der Depression

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Foto des Gebäude der Klinik Friedenweiler

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