Manische Episode (inkl. psychotische/gereizte Manie) Header Text 2 Manische Episode (inkl. psychotische/gereizte Manie) Header Text 1

Klinik für manische Episode (inkl. psychotische/gereizte Manie)

Erhalten Sie hier einen Überblick über die Symptome, Behandlung und Therapiemöglichkeiten in der Klinik Friedenweiler von manischen Episoden.

Bipolare Störungen zeichnen sich durch episodenhafte Schwankungen von Stimmung und Aktivität aus. Während im einen Extrem die Stimmung stark gedrückt und der Antrieb vermindert ist (depressive Episode), geht das andere Extrem mit gehobener Stimmung, vermehrtem Antrieb und einer übersteigerten Aktivität einher. In diesem Fall wird von einer Manie gesprochen.

In der akuten Manie sind Krankheitseinsicht, Behandlungseinsicht und Steuerungsfähigkeit aufgehoben oder zumindest deutlich reduziert. Die Betroffenen fühlen sich zwar leistungsfähig, es kommt jedoch zu einer überhöhten Selbsteinschätzung, dem Verlust sozialer Hemmungen, rücksichtslosem Umgang, aggressivem, distanzlosem und sexuell übergriffigem Verhalten.

In der psychotischen Manie treten neben der ausgeprägt manischen Symptomatik eine Realitätsverkennung in Form von Größenwahn, religiösem Wahn oder Liebeswahn auf.

Behandlung in der Klinik Friedenweiler

Akute manische Phasen bedürfen dringend einer sofortigen stationären Behandlung, um Fehlhandlungen und negative Konsequenzen für den Betroffenen und sein Umfeld zu vermeiden. In der Akutphase stehen die Reizabschirmung und Normalisierung von Tag-Nacht-Rhythmus im Vordergrund. Bei starker Unruhe und Antriebssteigerung kann mit beruhigenden Medikamenten und entspannenden Verfahren gearbeitet werden.

Bei psychotischem Erleben müssen antipsychotische Medikamente eingesetzt werden. Im Verlauf ist es wichtig, ein Krankheitsverständnis aufzubauen und krankheitsauslösende und -aufrechterhaltende Faktoren zu erkennen und zu verstehen. Hierbei helfen die psychotherapeutischen Einzelgespräche dem Betroffenen, Experte für die eigene Erkrankung zu werden. Später wird dann die medikamentöse Behandlung angepasst.

Nach der Akutphase geht es darum, ein Abgleiten in die Depression zu verhindern und eine Phasenprophylaxe (mittel- und längerfristige Behandlung) zu etablieren, die eine Stimmungsstabilisierung bewirkt und sowohl manische als auch depressive Episoden verhindert bzw. abmildert.

Für eine ganzheitliche Behandlung werden psychotherapeutische Behandlung und Medikation durch eine Vielzahl körpertherapeutischer und kreativtherapeutischer Maßnahmen unterstützt, wobei der Therapieplan einerseits dem aktuellen Zustand des Patienten und anderseits den individuellen Bedürfnissen jederzeit angepasst wird.

Schwere manische Zustände, die mit einer Aufhebung der Behandlungseinsicht einhergehen, Fremdaggression oder auch restriktive therapeutische Maßnahmen erfordern, müssen in einem geschützten psychiatrischen Setting („geschlossene Station“) behandelt werden und können deshalb in der Klinik Friedenweiler nicht behandelt werden.

Lassen Sie sich von unserem Fachpersonal persönlich beraten, fordern Sie Infomaterial an oder senden Sie uns sonstige Anliegen.

Therapiemöglichkeiten bei manischen Episoden

Die Behandlung manischer Episoden bedarf einer personalintensiven Betreuung und eines individuellen, aber speziell auf die Erkrankung abgestimmten Behandlungskonzeptes, welches im Verlauf immer wieder auf den jeweiligen Zustand des Patienten angepasst werden muss.

Therapien

Zu Beginn der Behandlung:

  • Reizabschirmung und deeskalierende Maßnahmen, medikamentöse Akuteinstellung
  • Mehrfach täglich pflegerische und ergotherapeutische Kontakte
  • Je nach Schweregrad tägliche oder mehrfach tägliche ärztliche Visite
  • Internistische und psychosomatische Untersuchungen und Mitbehandlungen durch hausinterne Fachärzte
  • Pflegerische Unterstützung zur Wiedererlangung der Tagesstruktur und des Tag-Nacht-Rhythmus
  • Psychotherapeutische Kurzeinheiten mit supportivem und psychoedukativem Schwerpunkt

Im Verlauf und nach Teilstabilisierung:

Wie können wir Ihnen helfen?
X
popupbutton