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Klinik für Dysmorphophobie

Erhalten Sie hier einen Überblick über die Symptome, Behandlung und Therapiemöglichkeiten in der Klinik Friedenweiler einer Dysmorphophobie.

Was ist eine Dysmorphophobie?

Die dysmorphophobe Störung zeichnet sich dadurch aus, dass starke Ängste bestehen, der Körper sei nicht schön genug, habe Makel, die beeinträchtigten und entstellten. Der oft überwertige Gedanke, nicht schön genug zu sein, dominiert und beeinträchtigt das ganze Leben. Die meisten Patienten erleben dies primär als Angst, wie es auch der Name der dysmorphophoben Störung ausdrückt. Konzeptuell werden die dysmorphophoben Störungen aber aufgrund der gedanklichen Fixierung und der unkorrigierbarkeit oft den wahnhaften Störungen (F22) oder den neurotischen Störungen (F45) zugeordnet. Die Abgrenzung dysmorphophober Störungen ist oftmals nicht einfach. Viele depressive Patienten haben beispielsweise ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper und finden diesen ungenügend. Eine eigenständige Erkrankung kann dann diagnostiziert werden, wenn diese körperdysmorphen Symptome führend sind und zeitlich von einer depressiven Erkrankung klar abgegrenzt werden können.

Symptome der Dysmorphophobie

  • Anhaltendes Grüben über das eigene Aussehen und vermeintliche Defizite, die von Anderen nicht oder nur in Teilen nachvollzogen werden können
  • Vergleichen mit dem Aussehen anderer und Ziehen irrationaler Schlüsse
  • Schamgefühle und Ängste
  • Zwanghafte Selbstbetrachtung
  • Inanspruchnahme medizinischer Hilfen bis hin zu wiederholten schönheitschirurgischen Eingriffen
  • Übermäßige Informationssuche zur Verbesserung des Aussehens
  • Übertriebenes Sport- und Diätverhalten
  • Intensives Bräunen der Haut
  • Sozialer Rückzug aus Angst und Scham, partnerschaftliche Schwierigkeiten

Diagnose einer dysmorphophoben Störung

Um eine körperdysmorphe Störung diagnostizieren zu können, muss die Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen derart ausgeprägt sein, dass sie in bedeutsamer Weise Leidenszustände oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen verursacht.

Wenn die Überzeugung einer körperlichen Entstellung unkorrigierbar wird und bei äusserer Betrachtung nicht nachvollzogen kann, spricht man auch von überwertigen Ideen wahnhaften Zügen. Diese Merkmale grenzen die dysmorphophobe Störung von klassischen Angsterkrankungen ab. Dysmorphophobe Störungen erzeugen in aller Regel einen sehr hohen Leidensdruck und bedürfen deshalb einer professionellen Behandlung.

Behandlung in der Klinik Friedenweiler

Dysmorphophobe Störungen müssen zuallererst diagnostisch sicher gegenüber anderen Erkrankungen wie Essstörungen, Depression, Angsterkrankungen oder psychotischen Störungen abgegrenzt werden. Die differenzialdiagnostische Einschätzung ist deshalb wichtig, da je nach Diagnose unterschiedliche therapeutische Ansätze gewählt werden.

Aufgrund des hohen Schamgefühls ist es oftmals schwierig, einen therapeutischen Zugang zu Betroffenen zu finden. In der Psychotherapie ist deshalb die Beziehungsarbeit zunächst ein zentrales Element, bevor an der eigentlichen Störung gearbeitet werden kann. Wirksam zur Behandlung der dysmorphophoben Störungen sind vor allem kognitiv-behaviorale Psychotherapieansätze. Hier wird unter anderen an der Exposition vermiedener sozialer Situationen und der Reaktionsverhinderung gearbeitet. Dysfunktionale Denk- und Verhaltensmuster werden analysiert und alternative Ansätze im Rahmen der kognitiven Umstrukturierung erarbeitet. Angewendet werden auch Verfahren zur körperlichen Entspannung, zur Achtsamkeit sowie soziales Kompetenztraining.

Therapie­möglichkeiten bei Dysmorphophobie

Die effiziente Behandlung von dysmorphophoben Störungen erfolgt in den meisten Fällen verhaltenstherapeutisch, da sich hier rasch und zuverlässig therapeutische Erfolge erzielen lassen. Ein zentraler Punkt der Therapie ist es, dysfunktionale Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und Alternativen zu erarbeiten. Neben der intensiven Psychotherapie im Einzelsetting wird unterstützend eine Vielzahl moderner und wissenschaftlich gesicherter Behandlungen eingesetzt.

  • Klassische Verhaltenstherapie und kognitive Psychotherapie (KVT) im Einzelsetting
  • Einzelpsychotherapie mit tiefenpsychologischem Ansatz
  • Gruppenpsychotherapie mit lösungs- und prozessorientiertem Ansatz
  • Übungen zum Alltagstransfer und Expositionsübungen
  • Unterstützende medikamentöse Behandlung bei gedanklicher Fixierung und Unkorrigierbarkeit der Denkinhalte
  • Entspannungs- und Achtsamkeitsgruppen (z.B. Naturachtsamkeit, Progressive Muskelrelaxation, Yoga u.a.)
  • Kunst- und Kreativtherapie im Einzel und in der Gruppe
  • Sporttherapie im Einzel und in der Gruppe (z.B. therapeutisches Boxen, Atem-Körpertherapie, Tanztherapie)
  • Therapeutisches Bogenschießen
  • Akupunktur
  • In besonderen Fällen EMDR-Behandlung (Indikationsausweitung, bisher kein Leitlinienverfahren)
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