Autismus Selbsttest | Klinik Friedenweiler
Telefonberatung: 07651 / 9350-0

Autismus Selbsttest

Was ist Autismus?

Bei Autismus handelt es sich um eine tiefgreifende und komplexe Entwicklungsstörung, die ihren Anfang im frühen Kindesalter nimmt. Man weiß heute, dass es sich bei Autismus eher um ein Krankeitsspektrum handelt, und weniger um einzelne, klar abgrenzbare Erkrankungen. Menschen mit Autismus leiden primär unter einer Störung der Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung. In der Folge kommt es zu Einschränkungen im sozialen Leben hinsichtlich der Kommunikation und Interaktion. Menschen mit Autismus fällt es schwerer, am alltäglichen sozialen Leben teilzunehmen und zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Sie haben Schwierigkeiten, von Mitmenschen gesendeten Emotionen wahrnehmen und zu interpretieren. Feste Routinen und Ordnungen haben für Betroffene eine besondere Bedeutung, etwaige Veränderungen in der Umwelt bereiten ihnen Probleme. Wenn es zu einer Reizüberflutung kommt, also zu einer Überladung mit Sinnesreizen, führt dies zu Rückzug oder auch aggressivem Verhalten. Autismusbedingte Beeinträchtigungen können zwar durch eine entsprechende Behandlung und Begleitung gebessert oder auch in Teilen kompensiert werden. Eine Heilung von Autismus im engeren Sinne, sei es durch medikamentöse oder psychotherapeutische Verfahren ist jedoch nicht möglich.

Welche Formen von Autismus gibt es?

Anstelle der früher üblichen Einteilung von klar abgrenzbaren Autismus-Erkrankungen wird heute ein Krankheitsspektrum angenommen. Die Autismus-Spektrum-Störungen stellen somit den Oberbegriff für das Spektrum der autistischen Störungen dar. Für diese Betrachtung spricht nicht nur, dass sich die Symptomausprägungen nicht immer an die diagnostischen Grenzen halten und fließende Übergänge zeigen. Auch gibt es im klinischen Alltag mildere Formen von Autismus, die ein hohes Funktionsniveau und nicht zwingendermaßen einen Krankheitswert haben. Es gibt somit eine große Varianz von leichter bis schwerer Ausprägung. Zu den „typischen“ Autismus-Formen zählen der frühkindliche Autismus, das Asperger-Syndrom und der atypische Autismus.

Der frühkindliche Autismus

Menschen, die an einem frühkindlichen Autismus leiden, zeigen schon vor Vollendung des dritten Lebensjahres Auffälligkeiten im sozialen Umgang und der Kommunikation. Sie weisen zudem repetitive (sicher wiederholende) und stereotypische Verhaltensweisen auf. Sie zeigen meist ungewöhnliche Interessen und Spielverhalten. Oft ist der Autismus mit einer Intelligenzminderung vergesellschaftet.

Das Asperger-Syndrom

Bei einem Asperger-Syndrom weisen die Betroffenen in der Regel keine sprachlichen oder kognitiven Entwicklungsstörungen auf. Vielmehr gelten sie in vielen Bereiche sogar als überaus intelligent und haben sogenannte Inselbegabungen. Im sozialen Verhalten zeigen sich jedoch dennoch Auffälligkeiten. Zudem können motorische Probleme wie Koordinationsschwierigkeiten hinzukommen.

Der atypische Autismus

Man spricht von einem Atypischen Autismus, wenn der zeitliche Ablauf nicht identisch mit dem des frühkindlichen Autismus ist oder wenn die Symptomatik des frühkindlichen Autismus nicht nachweisbar ist. Hier ist erkennbar, dass es im Spektrum der Autismusstörungen schwer abgrenzbare Krankheitsbilder gibt.

Mit Hilfe dieses Tests können Sie eine Einschätzung vornehmen, ob Sie unter Symptomen von Autismus leiden. Bitte beachten Sie, dass ein Test niemals das diagnostische Gespräch mit einem Facharzt oder Psychotherapeuten ersetzen kann.
1. Ich höre schnell und einfach die Stimmen meiner Angehörigen aus anderen Stimmen heraus.
2. Ich wurde früher oder werde heute oft daran erinnert und dazu aufgefordert, Höflichkeitsfloskeln wie „bitte“ und „danke“ zu verwenden.
3. Ich führe gerne „Small Talks“.
4. Ich stoße anderen vor den Kopf.
5. Andere Menschen reagieren oft anders, als ich erwartet habe.
6. Ich kann mich besser auf Details als auf das Gesamtbild fokussieren.
7. Ich fühle mich schnell von den vielen Eindrücken im Supermarkt überfordert.
8. Ich habe keine Angst vor neuen, mir unbekannten Situationen.
9. Ich fühle mich in geselligen Runden wohl.
10. Ich habe meine Routinen und schätze diese auch sehr.
11. Einen ähnlichen Tagesablauf zu haben, ist mir wichtig.
12. Mir fällt es leicht, Dinge wie Abfahrtzeiten, Nummernschilder, Daten oder Uhrzeiten zu merken.
13. Ich kann mich gut in die Personen hinein versetzen, wenn ich einen Film schaue oder ein Buch lese.
14. Ich vergesse alles andere um mich herum, wenn ich in eine Sache vertieft bin.
15. Ich sortiere gerne Materialien nach Größe oder Farbe.
16. Ich wende den Blick ab, wenn mir jemand in die Augen schaut.
17. Ich höre gern genau auf Geräusche (z.B. Türenschlagen, Uhrticken, Motorgeräusche).
18. Ich komme mit Veränderungen gut zurecht.
19. Ich beschäftige mich gern mit Gegenständen (z.B. Knöpfe, Kabel, Muster, Telefonbücher, Computer, Lichtschalter).
20. Es kommt in Gesprächen oft zu Missverständnissen.

Ihre Auswertung

Sehr geringe Wahrscheinlichkeit

Sehr hohe Wahrscheinlichkeit

Sie haben nur wenige oder keine autismustypische Symptome bejaht. Die Wahrscheinlichkeit einer Autismus-Spektrumstörung ist als gering einzuordnen.

Sie haben zwar einzelne autismustypische Symptome bejaht, insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit einer Autismus-Spektrumstörung anhand dieses Tests dennoch als eher gering einzuordnen.

Sie haben eine auffällige Häufung von Symptomen bejaht, die auf eine Autismusspektrumstörung hinweisen. Damit kann keine sichere Diagnose gestellt werden, aber es könnte Sinn ergeben, die Problematik mit einem Arzt oder Psychologen zu besprechen.

Insgesamt haben Sie eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit, an einer Autismus-Spektrum-Störung zu leiden, da Sie eine Vielzahl der autismustypischen Symptome bejaht haben. Wir empfehlen ein diagnostisches Gespräch mit einem Arzt oder Psychologen.

Bitte beachten Sie, dass dieser Test nur zur Orientierung dient, und kein ärztliches oder psychologisches Gespräch ersetzen kann, und keine diagnostische Sicherheit bietet.

Kompetent und erfahren

Unsere Partner