Burnout & Posttraumatische Belastungsstörungen bei Polizisten || Klinik Friedenweiler
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Burnout & Posttraumatische Belastungsstöungen bei Polizisten und Polizistinnen

Der Dienst als Polizistin oder als Polizist beinhaltet unumstritten ein hohes Potential an psychischen Belastungen. Statistischen Untersuchungen zufolge birgt die regelmäßige Konfrontation mit Unfällen, Gewalt und Bedrohung neben dem ständig wachsenden hohen Zeit- und Leistungsdruck im Zusammenspiel mit wechselnder Schichtarbeit, Überstunden und Bereitschaftsdiensten ein erhebliches Risiko, emotionale Erschöpfung zu erfahren oder ein Burnout-Syndrom zu entwickeln.

Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen mit hohen Anforderungen an Sicherheitskräfte, psychisch wie physisch anstrengenden Einsätzen bei meist unveränderten personellen Kapazitäten stellen dabei eine erhebliche Belastung für Polizeibeamte dar. Die Anforderungen an Dokumentation, technische Kenntnisse und juristische Anforderungen steigen. Viele Polizistinnen und Polizisten leiden unter einem tiefgreifenden Erschöpfungsgefühl, an Freudlosigkeit und haben das Gefühl, sich nicht mehr erholen zu können.

Die Folgen traumatisierender Situtationen

Ferner ist ein Polizist oder eine Polizistin im Laufe des Arbeitslebens mit vielen Grenzerfahrungen konfrontiert. Unfälle und Gewalt, teils mit Todesfolgen übersteigen häufig die Verarbeitungskapazität des Menschen. Ist dies der Fall, spricht man von traumatischen Erfahrungen bzw. von einem Trauma.

Nach traumatischem Erleben versucht der Organismus das Erlebte, in Form von intensiver Auseinandersetzung mit der traumatischen Situation, zu verarbeiten. Hierbei leiden Polizisten und Polizistinnen in vielen Fällen unter Albträumen und Erinnerungen, die als überwältigend und als höchst beunruhigend empfunden werden. Dies können überwältigende und unkontrollierbare Gefühle, wie Körpererinnerungen oder Erinnerungsfragmente sein. Die Betroffenen befinden sich in diesem Zustand quasi in einer fortwährenden Stress- und Alarmreaktion. Es kann zur Entwicklung von schwer beherrschbaren Ängsten, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit kommen.

Traumaspezifische Behandlung

Sowohl ein Burnout-Syndrom als auch eine Traumafolgestörung können in der Regel nicht mehr aus eigener Kraft bewältigt werden, und bedürfen deshalb einer störungsspezifischen Behandlung. Hier können Ressourcen wieder entdeckt und gestärkt, und traumatische Erlebnisse und deren Folgen langfristig verarbeitet und bewältigt werden. Hierdurch wird es dem Betroffenen ermöglicht, wieder einen selbstbestimmten Arbeits- und Lebensalltag zu führen.

Die hohen Anforderungen am meine Einheit und mich konnte ich vor allem psychisch nicht mehr bewältigen. Vorkommnisse, die ich nur schwer verarbeiten konnte, überschlugen sich. Der einzige Ausweg war eine Auszeit. Begleitet durch individuelle Therapien konnte ich in der Klinik Friedenweiler zunehmend mein inneres Gleichgewicht wiederherstellen und so stärker als zuvor in den Dienst zurückkehren.

Rolf B. , Karlsruhe*

* Es handelt sich um eine fiktive Namensgebung.

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Behandlungsmöglichkeiten für Polizisten und Polizistinnen

EMDR-Therapie

Bei der Behandlung von Traumafolgestörungen zeigen verhaltenstherapeutische sowie psychodynamische Ansätze zuverlässig eine gute Wirkung. Durch eine Vielzahl von aktuellen Studien belegt, hat insbesondere die EMDR-Behandlung einen raschen Effekt und anhaltenden Effekt bei der Behandlung von traumatisierten Menschen.

EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Im Wesentlichen geht es bei der Technik des EMDR darum, mittels Augenbewegungen eine beschleunigte Verarbeitung des Traumas im Gehirn anzuregen und überhaupt zu ermöglichen.

Psychotherapeutischer Ansatz

Das Burnout Syndrom und damit zusammenhängende depressive Symptome können mit unterschiedlichen, ebenfalls wissenschaftlich belegten, psychotherapeutischen Methoden behandelt werden. Beispielhaft seien hier die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologische – oder die systemische Therapie genannt. Je nach Schweregrad gilt es, die Psychotherapie durch eine medikamentöse Behandlung zu ergänzen und zu unterstützen.

Ideale Heilungsvoraussetzungen sind gegeben, wenn die Behandlung durch Bewegungstherapie, Achtsamkeitsverfahren, Entspannung- und Kreativtherapie ergänzt wird. Je nach im Vordergrund stehender Beschwerden und Symptomen bedarf es ferner, die Behandlung durch Medikamente zu unterstützen und den Betroffenen dadurch zu entlasten.

Aufnahmevoraussetzungen

Die Privatklinik Friedenweiler führt für Polizisten und Polizistinnen umfassende Behandlungen in den Bereichen Psychothearpie, Psychiatrie und Psychosomatik durch. Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Privatversicherte, Selbstzahler sowie Beihilfeberechtigte aufgenommen werden. Anders als bei regelversorgenden Kliniken haben wir keine Wartezeiten und bieten demnach eine problemlose und schnelle Aufnahme.

Selbstzahler können in der Klinik Friedenweiler umgehend aufgenommen und behandelt werden. Bei Privatpatienten und Beihilfebrechtigten muss ein ambulanter Arzt eine medizinische Notwendigkeit attestieren, damit der Patient eine Leistungserstattung des entsprechenden Kostenträgers erhalten kann.
Stehen längere sowie planbare Behandlungen bevor, so muss die Übernahme der Kosten frühzeitig beim jeweiligen Leistungserstatter beantragt werden. Ein fachärztliches Attest reicht beispielsweise dann aus, wenn Gefährdungsaspekte bestehen und somit eine attestierte Akuität vorliegt.

Wir beraten Sie gerne rund um die Uhr bezüglich des notwendigen Vorgehens.

Kostenübernahme

Private Krankenkassen

Polizeibeamte, die über die private Krankenkasse versichert sind, erhalten eine Kostenerstattung, wenn eine stationäre Krankenhauseinweisung durch einen Facharzt – möglichst in den Bereichen Neurologie, Nervenheilkunde, Psychotherapie, Psychiatrie oder Psychosomatik tätig – vorliegt. Eine direkte Aufnahme ist unter dringenden Umständen natürlich möglich. Unsere Klinik geht dann am Tag der Aufnahme den durchzuführenden Schritten hinsichtlich der Kostenübernahme nach.

Gesetzliche Krankenkassen

Gesetzlich krankenversicherten Polizisten empfehlen wir, die Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse vor dem geplanten Aufenthalt einzuholen. Die entsprechende Attestierung des ambulant behandelnden Arztes ist dazu von Nöten. Beachtet werden muss hierbei, dass die gesetzlichen Krankenkassen nur die Kosten tragen, welche bei einer vergleichbar ähnlichen Behandlung in der am nächsten gelegenen regelversorgenden Klinik aufgekommen wären. Die Kostenspanne zwischen der Behandlung in der Klinik Friedenweiler und der nächsgelegenen regelversorgenden Klinik muss der Patient selbst tragen.

Die Zahlungsbereitschaft beziehungsweise die Höhe der Zahlungen durch die GKV hängt zudem von verschiedenen Aspekten ab: Sowohl die Komplexität des vorliegenden Krankheitsbildes, als auch die bisher erfolgten Behandlungen spielen eine Rolle. Desweiteren können bestehende private Zusatzversicherungen oder Krankentagegeldversicherungen die Zahlungspflicht  mindern.

Gerne beraten wir Sie diesbezüglich und beantworten Ihre Fragen.

Wir helfen Ihnen bei Ihrer Genesung

Fühlen Sie sich Ihrem beruflichen sowie privaten Alltag nicht mehr gewachsen?

Wir arbeiten nach den neuesten Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde und wissen genau, wie wir unseren Patienten ihre Lebensqualität zurückgeben können.

Werden Sie Ihre Anspannung nicht mehr los?

Die Klinik Friedenweiler verfolgt einen Ansatz, welcher sowohl seelische, als auch körperliche Probleme einbezieht. Somit können wir Ihnen rundum zu einem besseren Lebensgefühl verhelfen.

Sie wollen Ihren Beruf wieder mit neugewonnener Kraft und Energie ausüben?

In Zusammenarbeit mit unseren Therapeuten wird Ihre persönliche Behandlung geplant und wir begleiten Sie mit unseren wissenschaftlich anerkannten Methoden und Verfahren durch Ihren gesamten Entwicklungsprozess.

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